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Konzerte auf Schloss Wernsdorf 2018

Capella Antiqua Bambergensis: Konzerte und Lesungen

Samstag, 30. März 2019, 18:00 Uhr
Löwenherz & Vogelweide
Eine musikalische Reise vom Orient zum Okzident
Jule Bauer, Nyckelharpa & Gesang
David Mayoral, Percussion & Santur
Murat Co?kun, Rahmentrommeln & Gesang
Capella Antiqua Bambergensis

Die Capella Antiqua Bambergensis präsentiert zusammen mit ihren Solisten Jule Bauer (Schlüsselfidel und Gesang), Murat Coskun (Percussion und Gesang) und David Mayoral (Percussion) ein außergewöhnliches Konzerterlebnis.
Er war der charismatische König, wagemutige Ritter und ist einer der berühmtesten Gefangenen der Weltgeschichte! Gefangen genommen in der Nähe von Wien und auf der Reichsburg Trifels festgehalten, forderte Kaiser Heinrich VI. das höchste Lösegeld der europäischen Geschichte. Um ihn bildete sich schon zu Lebzeiten ein beispielloser Mythos: Richard Löwenherz.
Ihn lobten Kaiser und Könige für seine Dichtungen und Kompositionen. Er war der hervorragendste Lyriker des deutschen Mittelalters, sein „Palästinalied“ machte ihn vor nahezu 1000 Jahren weltberühmt und unsterblich: Walter von der Vogelweide.
Die Capella Antiqua Bambergensis präsentiert zusammen mit ihren Solisten Jule Bauer (Schlüsselfidel und Gesang), Murat Co?kun (Rahmentrommeln und Gesang) und David Mayoral (Percussion und Santur) ein außergewöhnliches Konzerterlebnis.


Ostersonntag, 21. April 2019, 17:00 Uhr
Festliche Musik zum Osterfest
Capella Antiqua Bambergensis

Die Fränkische Schweiz ist bekannt durch ihre wunderbaren Osterbrunnen. Das Schmücken dieser Osterbrunnen läutet in vielen Teilen Frankens den Beginn der farbenfrohen und blütenreichen Frühlingszeit ein. Das Osterfest hat sich aus dem jüdischen Passah-Fest entwickelt, es ist neben Pfingsten das älteste und wichtigste Fest der Christenheit. Eine große Vielzahl von wunderschönen und traditionsreichen Osterbräuchen entstand in Franken, deren Bedeutung teilweise wieder in Vergessenheit geraten sind. Prof. Dr. Wolfgang Spindler wird in kurzen Geschichten zum „Brunnenputzen“, „Osterwaschen“ und „Ostersingen“ die Erinnerung an diese anekdotenreichen Osterbräuche wieder erwecken. Die Capella Antiqua Bambergensis wird mit Ihren historischen Musikinstrumenten die Osterzeit des Mittelalters und der Renaissance wieder auferstehen lassen. In der Musikinstrumentenbauwerkstatt von Andreas Spindler entstehen nach historischen Vorbildern und traditionellen Handwerkskünsten einige der klangprächtigen Instrumente dieses besonderen Osterkonzertes.


Muttertag, Sonntag, 12. Mai 2019, 17:00 Uhr (Nachmittags-Matinee, Dauer ca. 70 min)
Die Fräulein von Franken - Konzert zum Muttertag
Jule Bauer, Gesang & Nyckelharpa
Capella Antiqua Bambergensis

Schon seit der Antike werden an besonderen Tagen die Mütter und Frauen geehrt. Ihnen ist das Muttertagskonzert am 12. Mai in Schloß Wernsdorf gewidmet, in dem Musikstücke aus Spanien, Frankreich und Italien erklingen. Sie künden von der Schönheit der Frauen, erzählen Geschichten aus vielen Jahrhunderten und preisen in den Liedern unserer Minnesänger die Tugenden der edlen Damen. Schon im 13. Jahrhundert wurden in England die Mütter mit Musik und Tanz gefeiert.
Im Historischen Konzertsaal von Schloß Wernsdorf nehmen die Musiker der Capella Antiqua und Jule Bauer die Zuhörer mit auf eine musikalische Reise in längst vergangene Zeiten. Mit den Klängen ihrer Nyckelharpa und ihrem Gesang lässt Jule Bauer nicht nur die Herzen der Mütter höher schlagen.


Samstag, 10. August 2019, 18:00 Uhr
Sonntag, 11. August 2019, 16:00 Uhr
Samstag, 17. August 2019, 18:00 Uhr
Sonntag, 18. August 2019, 16:00 Uhr
Sommer in Schloß Wernsdorf
Capella Antiqua Bambergensis

Traditionell präsentiert die Capella im August eine Konzertreihe mit heiterer, mittelalterlicher Musik aus dem sonnigen Süden Europas. Die Musik galt als eine Botschaft direkt aus dem Paradies, die Tanzmusik eroberte damals oft selbst die Kirchen. Ein musikalischer Ausflug in unsere Vergangenheit, als es noch mehr als 100 Sonn- und Feiertage im Jahr gab. Bei schönem Wetter finden die Konzerte im malerischen Innenhof des ehemaligen Wasserschlosses statt, dann ist auch der Schlosspark für die Konzertbesucher geöffnet.


Sonntag, 29. September 2019, 17:00 Uhr
Heinrich – 1100 Jahre König – faszinierende Herrschergeschichten des Mittelalters
Lesung & Musik
Udo Schenk, Sprecher
Jule Bauer, Nyckelharpa & Gesang
David Mayoral, Percussion & Santur
Capella Antiqua Bambergensis

Heinrich I., Bamberg und Quedlinburg verbindet eine mehr als 1100- jährige Geschichte. Das 1100. Jubiläum der Krönung des ersten deutschen Königs Heinrich I. nehmen die Capella Antiqua und Udo Schenk zum Anlass weitere Kapitel der faszinierenden Herrschergeschichten aus dem Mittelalter aufzuschlagen. Die mächtigen Herrscher der Ottonen und ihre berühmten Frauen, ihr Leben und ihre Schicksale stehen in Mittelpunkt dieser musikalischen Lesung.


Sonntag, 13. Oktober 2019, 17:00 Uhr
Vogelweide, Löwenherz und das Spiel der Nachtigall
Geschichte, erzählt von Tanja Kinkel
Musik: Capella Antiqua Bambergensis
Solist: David Mayoral

Tanja Kinkel gehört zu den erfolgreichsten Autorinnen Europas. Ihre Romane, Geschichten und Gedichte sind Bestseller, die weltweit in einer Millionenauflage verkauft werden.
Mit ihrem Roman „Das Spiel der Nachtigall“ setzte sie dem berühmtesten Minnesänger des Mittelalters ein Denkmal: Walther von der Vogelweide. Auf seinem Rückweg vom Dritten Kreuzzug war er Gast am Hofe Herzogs Leopold V. Hier in Wien war er nicht nur im Zentrum des Minnesangs sondern auch mitten im Intrigenspiel der Mächtigen. Walther preist viele Herrscher durch seine Musik, aber er dient nur einem Herrn, und das ist er selbst. Die Gefangennahme des englischen Königs erlebte er in Erdberg bei Wien hautnah.
Richard Löwenherz war ein charismatischer König, wagemutiger Ritter, heldenhafter Kreuzfahrer und einer der berühmtesten Gefangenen der Weltgeschichte. Schon zu seinen Lebzeiten bildete sich ein beispielloser Mythos um ihn.
Zusammen mit den Klängen der über 40 historischen Musikinstrumente der Capella Antiqua Bambergensis entführt Tanja Kinkel die Zuhörer auf eine ganz besondere literarisch-musikalische Reise in die Zeit von Richard Löwenherz und Walter von der Vogelweide und erzählt von einer Begegnung der beiden, die zum entscheidenden Wendepunkt sowohl im Leben Richards wie Walthers werden sollte.
Das aus Schloß Wernsdorf stammende Ensemble Capella Antiqua wird an diesem Abend durch David Mayoral aus Madrid verstärkt. David Mayoral (Percussionist bei Jordi Savall, Hesperion XXI und dem Ensemble „l’Arpeggiata“) zählt zu den besten Trommelvirtuosen Europas. Er schöpft seine musikalische Inspiration aus der großen Tradition der orientalischen Musik. Gleichzeitig nutzt er alle Elemente der alten und neuen Musik des Okzidents und verbindet sie mit Rhythmen und Melodien der traditionellen arabischen Musik.


Sonntag, 20. Oktober 2019, 17:00 Uhr
Die vier Elemente – FEUER, WASSER, LUFT & ERDE
Hille Perl & Marthe Perl – Viola da Gamba

Schon die griechischen Philosophen in vorchristlicher Zeit betrachteten die vier Elemente als Grundbestandteile allen Lebens auf Erden und disputierten lediglich zuweilen darüber, ob Wasser oder eher Luft als vorrangiger Urstoff  zu bewerten sei. Für die Alchemisten des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit spielte die Lehre von den vier Elementen eine zentrale Rolle. Sie  bestimmte in der Medizin die Charakterisierung der verschiedenen Menschentypen, es wurden Korrespondenzen mit Himmelskörpern gesucht und gefunden  und diese schlussendlich auch den Eigenschaften der christlichen Erzengel zugeordnet.
Im Volksglauben fanden die Elemente in sogenannten „Elementarwesen“ ihren Niederschlag. So bevölkerten Gnome die Erdlöcher der Wälder und hausten unter Steinen, die Sylphen flüsterten zart bei mildem Wind in Sträuchern und Hecken, verführerische Undinen lauerten in den Tiefen der Brunnen und die Salamander trotzten jedem noch so verzehrenden Feuer.
Ist das mythologische Wissen um diese existenziellen Lebensbausteine auch für uns Menschen des 21. Jahrhunderts noch von Bedeutung?
Wir möchten diese Frage gerne mit einem entschiedenen „Ja aber natürlich!“ beantworten.
Denn gerade jetzt, wo die Welt auf allen Ebenen zunehmend aus den Fugen zu geraten droht, brauchen wir mehr denn je das überlieferte universale Wissen um die realen und spirituellen Dimensionen der vier Elemente, ihrer schöpferischen Kraft und ihrer zerstörerischen Energie, ihrer gegenseitigen Wechselwirkung und ihres heiligen Kerns.  Das Programm von Hille und Marthe Perl  versteht sich als ein kleiner Beitrag zu dieser weltumspannenden Aufgabe und Herausforderung – und wir bauen dabei auf Musik, unsere Musik, unsere Sprache in welcher wir jene allumfassende Liebe und Freundlichkeit formulieren, mit  welcher wir der Welt begegnen möchten und von welcher wir wünschen, dass uns die Welt auf ebensolcher Art und Weise begegnet.
Den ersten Abschnitt unserer musikalischen Reise widmen wir dem Feuer. Das Feuer steht für die verzehrende Liebe und die brennende Leidenschaft ebenso wie für die wohlige Wärme der Freundschaft. Und ob nun wütende Feuersbrunst oder bullernder Ofen am frostklaren Wintermorgen … Das Feuer nährt und wärmt uns, aber es kann uns ebenso gnadenlos zerstören – von daher hält es uns zu Demut, Vorsicht und Achtsamkeit an.
Ein kleines thematisches Preludium von Marthe Perl beginnt die Betrachtung dieses Elementes. Wir haben uns erlaubt aus dem reichen Schatz irischer Melodien einige auszuwählen, die sich verschiedenen Aspekten realer Flammen zuwenden: die Feuerfahne, die vielleicht als Richtungsgeber in dunklen Zeiten dienen kann, das Feuer auf dem Berge, was vielleicht die Wälder, vielleicht ein Dorf bedroht und die alte Greisin am Feuer, die sich wärmt und Tee trinkt. Dann fiel uns auch das Solersche Fandango in die Hände, eigentlich als Cembalostück bekannt: doch wohl geeignet um auf zwei Bassgamben darin verschiedene Aspekte beharrlicher Leidenschaft und des Brennens für ein Thema darzustellen.
Abschnitt zwei erzählt vom Wasser, dem Gegenelement des Feuers. Sinnbild dafür, dass unser Leben im Fluss – ja ein einziger Fluss ist, dass alles fließt und dass das was fließt schließlich in die Meere entlassen wird, deren unendliche Weiten uns kleine Menschen noch um ein vielfaches unendlich verloren scheinen lassen. Wasser ist auch das emotionale Element, wir vergießen Tränen der Freude ebenso wie der Trauer. Und Wasser hat eine ebensolche  Zerstörungskraft wie das Feuer – es spült hinweg, was sich ihm in den Weg stellt.
Der Aspekt der Trauer, der Klage und der Tränen ist hier unser vorrangiges Motiv: ‚Hume’s Lamentation‘ und Sumartes ‚Lachrimae Pavane‘ werden durch Marthes Arrangement von Dowlands bekanntem Lautenstück ergänzt.
Der dritte Abschnitt ist dem Element Luft gewidmet – Dem Atem. Der Odem, der uns vom Schöpfer aller Dinge im ersten Lebensaugenblick eingehaucht wird, so wie der letzte Atemzug für das Ende des Lebens steht. Luft steht für Bewegung, für Wind und Wirbel, für Leichtigkeit und Kreativität. Aber auch für die zerstörerische Kraft der Stürme und Orkane. Marais ‚Bourrasque‘, die Darstellung eines Sturmes folgt auf Marthes Einführungsmusik, darauf folgt  das ‚Jeu du Volant‘, das Federballspiel, was schon von den Adligen zu Versailles gespielt worden sein mag; auch Dudelsäcke werden mit viel Luft in Gang gehalten, Marais Musette stellt das ziehen und blasen der Musette dar, bevor ein windiges Saltarello die Betrachtung über dieses Element abschließt.
Der letzte Abschnitt handelt von der Erde: Sie ist der Mutterboden im wahrsten Sinne des Wortes, die Scholle auf der unsere Nahrung gedeiht, der Lebensspender. Aus ihr kommen wir, wie alles Lebendige, und zu ihr kehren wir am Ende wieder zurück um als Staub wiederum zum Ursprung neuen Lebens zu werden. Das Element Erde steht für den Jahreskreis und den sich darin abbildenden ewigen Kreislauf von Werden, Vergehen und Wiedererstehen …
Wiederum eröffnet ein Prelude von Marthe diesen  letzten Abschnitt des Programmes, dazu eine meditative Stimmung von Marc Poulenc, eine Komposition, die ursprünglich zwei Klarinetten zugedacht war, bevor wir uns der Beerdigung eines Freundes und Förderers des berühmten Marin Marais’ widmen: dem Tombeau für Monsieur Meliton: Es folgt eine englische Variationsreihe über das Folia-Thema ‚Faronell’s Ground‘, die das Programm beschließt.
Feuer Erde Wasser Luft. Vier Elemente – vier Aggregatzustände unserer Erde und vier Aggregatszustände von uns selbst. Wir meinen dass es lohnt, sich mit ihnen angesichts wachsender elementarer Ungleichgewichte in dieser Welt einmal mehr zu beschäftigen.

Karten unter www.schloss-wernsdorf.de