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Kerzenlichtkonzerte in Litzendorf

Besinnliche klassische Musik in stimmungsvoller Atmosphäre

Die Litzendorfer Kerzenlichtkonzerte finden 2019 statt vom 11.-13. Oktober in der Pfarrkirche St. Wenzeslaus.

Weitere Infos unter www.litzendorferkonzerte.de 

 

Bereits seit 1975 finden immer im Herbst die Litzendorfer Kerzenlichtkonzerte statt. Initiator war Karlheinz Busch, Cellist der Bamberger Symphoniker, der damals nach Litzendorf zog und gleich Feuer und Flamme war, diese einzigartige barocke Dorfkirche mit musikalischem Glanz zu bereichern. Zusammen mit drei anderen Musikern der Bamberger Symphoniker gründete er im gleichen Jahr das „Bamberger Streichquartett“, das seitdem die Kerzenlichtkonzerte entscheidend prägt. Ihr Repertoire umfasst Werke des Barock, der Klassik und Romantik bis zur Moderne. Mittlerweile hat sich das Bamberger Streichquartett einen Namen „erspielt“, der weit über regionale Grenzen hinausreicht. Immer wirken Musiker aus den Reihen der Bamberger Symphoniker-Bayerische Staatsphilharmonie mit, dazu prominente Instrumentalisten, oft Sänger und ausgezeichnete Chöre. 

Die Kirche St. Wenzeslaus, eine der schönsten Barockkirchen Frankens, feiert 2018 ihr 300-jähriges Jubiläum und wurde von Johann Dientzenhofer geplant. Es gilt als sicher, dass das heutige Gotteshaus zwei Vorgängerbauten an derselben Stelle hatte. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts zeigte sich, dass der vorherige Kirchenbau, fast 300 Jahre alt, immer reparaturbedürftiger wurde. 1713 begannen daher die Vorbereitungen für einen neuen Kirchenbau. In Steinbrüchen am Stammberg nahe Litzendorf wurden Sandsteinquader gebrochen und von den Bauern ins Dorf gefahren. Im Sommer 1715 erfolgte die Grundsteinlegung. Am 18. September 1718 wurde die Kirche durch Weihbischof Johannes Werner geweiht.

Der Kirchenpatron St. Wenzeslaus (Wenzel, Vaclav) ist ein im Bamberger Raum relativ selten verehrter Heiliger, ist er doch Nationalheiliger der Böhmen. Um 905 getauft, regierte er ab 922 das Herzogtum Böhmen und wurde 929 oder 935 von seinem Bruder Boleslav ermordet. Das Patrozinium in Litzendorf, das schon für die erste Kapelle belegt ist, bezeugt die Einbindung des Kirchenbaus in das späte 14. Jahr-hundert. Gefördert durch den in Prag residierenden Kaiser Karl VI. (1346/55-78), steht Wenzeslaus sinnbildlich für eine enge Bindung an das Böhmische Herrscherhaus. Die Wahl dieses Patrons geht vermutlich auf Bischof Lamprecht von Brunn (1374-99) zurück, einen engen Berater des Kaisers und Kanzler seines Sohnes Wenzel. Gleichzeitig war der Bischof auch der Onkel des damaligen Amlingstadter Pfarrers.